Ein CPI-Filter für chemische Abwässer ist eine physikalische Vorbehandlungseinrichtung zur Entfernung von freiem Öl, schwimmendem Öl, Fett und einigen sedimentierbaren Feststoffen aus chemischen Industrieabwässern. CPI steht für Corrugated Plate Interceptor. Obwohl er bei Beschaffungsrecherchen häufig als „Filter“ bezeichnet wird, besteht seine Hauptfunktion nicht in einer Feinfiltration, sondern in einer gravitationsbasierten Öl-Wasser-Trennung mittels geneigter wellenförmiger Platten.
Chemische Abwässer können Öl, Lösemittel, Säuren, Laugen, Salze, suspendierte Feststoffe, emulgierte Stoffe und organische Schadstoffe enthalten. Ist freies Öl vorhanden, sollte es in der Regel vor der nachgeschalteten Aufbereitung entfernt werden. Gelangt Öl in hoher Konzentration in DAF-Anlagen, biologische Becken, Filter oder Membransysteme, kann dies zu Verstopfungen, Verschmutzungen, instabilen Behandlungsergebnissen und höheren Wartungskosten führen.
Das Funktionsprinzip eines CPI-Separators beruht auf Dichteunterschieden und Koaleszenz. Das Abwasser tritt in die Einlaufverteilungszone ein und fließt langsam durch Wellplattenpakete. Da Öl leichter als Wasser ist, steigen Öltröpfchen entlang der Plattenoberflächen auf und vereinigen sich zu größeren Tröpfchen. Diese Tröpfchen steigen in die Ölsammelzone auf und werden über ein Ölabschöpf- oder Ölauslasssystem abgeführt. Schwerere Feststoffe setzen sich am Boden ab und werden über den Schlammauslass entfernt. Das geklärte Wasser fließt zur weiteren Aufbereitung ab.
Ein typischer Ablauf lautet:
Chemical Oily Wastewater → Inlet Distribution → CPI Plate Separation → Oil Collection → Sludge Discharge → Further TreatmentEin komplettes CPI-Filter-System kann eine Einlaufkammer, eine Strömungsverteilungseinrichtung, einen Wellplattenstapel, einen Ölsammelbereich, einen Ölabschöpfer oder ein Ölabflussrohr, einen Schlammtrichter, ein Schlammauslassventil, eine Auslaufkammer für Wasser, eine Inspektionsabdeckung, Rohrleitungen, Ventile und ein optionales Steuerungssystem umfassen. Bei chemischem Abwasser ist die Werkstoffauswahl besonders wichtig. Je nach pH-Wert, Salzgehalt, korrosiven Chemikalien und Betriebsbedingungen kann die Ausrüstung mit kohlenstoffstahlbasierten Korrosionsschutzbeschichtungen, Edelstahl, GFK oder anderen geeigneten Materialien individuell angepasst werden.
Bei der Auswahl der Ausrüstung sollten Käufer mehr als nur die Durchflussrate angeben. Wichtige Parameter umfassen Zuflussstrom, Spitzenstrom, Konzentration freier Öle, Öltröpfchengröße, Gesamtfeststoffe (TSS), pH-Bereich, Temperatur, Viskosität, Dichteunterschied zwischen Öl und Wasser, Korrosivität, geforderte Restöl-Konzentration im Abwasser, verfügbare Installationsfläche sowie nachgeschaltete Prozesse. Falls das Abwasser stabil emulgiertes Öl, gelöste organische Stoffe oder Tenside enthält, reicht eine CPI-Trennung möglicherweise nicht aus. Sie muss dann ggf. mit Demulsifikation, Koagulation, DAF (Dissolved Air Flotation), Filtration, biologischer Behandlung oder Membranbehandlung kombiniert werden.
Regelmäßige Wartung ist ebenfalls erforderlich. Betreiber müssen gesammeltes Öl entfernen, Schlamm ablassen, Plattenpakete inspizieren, verstopfte Kanäle reinigen sowie Ventile und Rohrleitungen überprüfen. Eine unzureichende Ölabscheidung oder verspätetes Schlammausblasen kann die Trennleistung verringern und die Qualität des Ablaufwassers beeinträchtigen.
Qingdao Jinwantong bietet maßgeschneiderte CPI-Filter und unterstützende Abwasserbehandlungsanlagen für chemische und industrielle Anwendungen. Käufer können Daten zur Wasserqualität, Durchflussrate, Öl-Konzentration, TSS, pH-Wert, Grundriss des Standorts sowie das Behandlungsziel zur technischen Auswahl und Angebotserstellung senden.