gelöste Luftflotation zur Wasserklärung
Die Aufschwimmung mit gelöster Luft zur Wasseraufbereitung stellt ein hochentwickeltes physikalisch-chemisches Aufbereitungsverfahren dar, das suspendierte Feststoffe, Öle, Fette und andere Verunreinigungen aus verschiedenen Wasserquellen wirksam entfernt. Diese fortschrittliche Technologie arbeitet durch die gezielte Einleitung mikroskopisch kleiner Luftblasen in den Wasserstrom, die sich an die suspendierten Partikel anlagern und diese zum Aufsteigen an die Oberfläche veranlassen, wo sie leicht abgeschöpft werden können. Das System zur Aufschwimmung mit gelöster Luft für die Wasseraufbereitung funktioniert über einen sorgfältig gesteuerten Prozess, bei dem unter Druck stehendes, mit Luft gesättigtes Wasser in den Aufbereitungstank bei atmosphärischem Druck entlastet wird. Diese plötzliche Druckabsenkung bewirkt, dass der gelöste Sauerstoff sich in äußerst feine Blasen mit einem Durchmesser von typischerweise 10 bis 100 Mikrometern umwandelt. Diese winzigen Blasen weisen ausgezeichnete Haftungseigenschaften auf und lagern sich leicht an suspendierte Partikel an, wodurch ein auftriebsfähiges Aggregat entsteht, das an die Oberfläche aufschwimmt. Zu den Hauptfunktionen der Aufschwimmung mit gelöster Luft zur Wasseraufbereitung zählen die Primärklärung von Rohwasser, die Sekundärbehandlung biologischer Abwässer sowie die Tertiärpolitur bereits aufbereiteten Wassers. Die Technologie verfügt über automatisierte Steuerungssysteme, die kritische Parameter wie Luft-zu-Feststoff-Verhältnis, Verweilzeit und Chemikaliendosierungsrate kontinuierlich überwachen und gegebenenfalls anpassen. Zu den wesentlichen technologischen Merkmalen gehören hohe Flächenbelastungsraten, geringer Platzbedarf und eine hervorragende Entfernungseffizienz für niedrigdichte Partikel. Der Prozess der Aufschwimmung mit gelöster Luft zur Wasseraufbereitung erreicht typischerweise Entfernungsraten von 85–95 % für suspendierte Feststoffe sowie von 90–99 % für Öle und Fette. Anwendungsgebiete umfassen kommunale Wasseraufbereitungsanlagen, industrielle Kläranlagen, Betriebe der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, Erdölraffinerien sowie chemische Produktionsstätten. Das System erweist sich insbesondere als besonders effektiv bei der Aufbereitung von Wässern mit hohen Algenkonzentrationen, farbgebenden Verbindungen und feinkörnigem Schwebstoff, den herkömmliche Sedimentationsverfahren nur unzureichend entfernen können.